Storyline
London, 1888. Die Industrielle Revolution leitet ein Jahrhundert unglaublicher Umwälzungen ein, welche das Leben von Millionen Menschen durch die Einführung von kurz zuvor noch unvorstellbaren Technologien veränderte. Dank der Chancen, die diese neue Ära bietet, strömen die Menschen nach London, um Teil dieser neuen Welt zu werden, einer Welt, die nicht länger von Königen, Kaisern, Politikern oder Religionen beherrscht wird, sondern von einem einzigen gemeinsamen Nenner: Geld. Allerdings kann nicht jeder die Früchte dieses Booms genießen. Obwohl die Arbeiterschaft den Motor des Britischen Empires am Laufen hält, gleicht ihr Leben nicht viel mehr als legalisierter Sklaverei, während die wenigen oberen Prozent den Nutzen aus ihrer Hände Arbeit ziehen. Die Menschen der unteren Klassen leben in Armut und sterben früh, doch schließen sie sich aus Protest einer neuen Familie an, den Banden, die im Kampf ums Überleben in den Untergrund gegangen sind. Jahrzehnte nach der von Admiral Francis Hosier durchgeführte Expedition gegen die Piraten war das Goldene Zeitalter dieser beendet. Hunderte von Piraten wurden entweder gefangen genommen oder hingerichtet, nur wenige konnten gegen die königlichen Kriegsflotten etwas ausrichten. Trotz dem verlustreichen Kampf schafften es ein paar Piraten zu überleben und reisen immer noch durch die stürmischen Meere der Welt. Ihre Ziele nicht nur Reichtum und Macht, sondern auch dieses Mal Rache.
Team
Wanteds
» Das Leben ist eine Reise durch die Zeit, auf der Suche nach Liebe, Freundschaft und Verständnis «

Zahlreiche Gesuche stehen euch noch offen. Reinschauen lohnt sich!
Under  the  Ashes
Wir sind ein FSK 18 RPG Forum! Unsere Geschichte spielt im 19. Jahrhundert in London, ist inspiriert von einem Spiel und komplett davon unabhängig. Ihr braucht kein Spielwissen, sondern nur Lust und Laune in der wunderschönen Stadt Londons ein Leben aufzubauen! Ob ihr im schönen Teil - West End - oder in der dunklen Seite der Stadt - East End - wohnen wollt, ist allein euch überlassen.
#1

Timeline

in Informationen 26.10.2016 21:32
von Lorenzo Auditore | 5.831 Beiträge

London im 19. Jahrhundert

London machte eine aufregende Wandlung durch wie nur wenige Städte. Vom einstmals römischen Handelsposten wurde es zur blühenden mittelalterlichen Stadt, fiel 1666 zu weiten Teilen dem großen Brand zum Opfer und erhob sich auch daraus wieder zu barocker Pracht und Eleganz. Im viktorianischen Zeitalter war London zu einer der größten Städte der Welt geworden, eine Metropole mit unangefochtener Dominanz, das Zentrum des Empire, das Reichtum und Armut vereinte. In ihrer Bedeutung für globale Politik, Finanzen und Handel war sie lange konkurrenzlos. Als Hauptstadt des britischen Weltreichs wirkte sie wie ein Magnet für Immigranten aus den ärmeren Teilen Europas oder den Kolonien.
Werften und Fabriken erhielten einen immensen Zuwachs, und im Rahmen der Industrialisierung wuchs das Bedürfnis nach großen Wohnhäusern, Bahnhöfen und Docks. Die mittelalterliche London Bridge wurde 1824 ersetzt, und die erste Eisenbahn fuhr 1836 von London Bridge nach Greenwich, und 1863 wurde mit der Metropolitan Line der U-Bahn-Betrieb aufgenommen. Die Vorstädte wuchsen und erfreuten sich eines großen Zulaufs. Londons Bevölkerung steigt von 850.000 Einwohnern Anfang 1800 auf 4,5 Millionen Anfang des 20. Jahrunderts. Ganze Landstriche verschlang der stetig wuchernde Koloss, das Herz des britischen Imperiums. Überall zeigt sich die Freude der Epoche an üppiger Dekoration, die Lust an überquellendem Dekor, an Pomp.
Während der Imperialismus der Stadt einen stetig wachsenden Wohlstand bescherte, gab es andererseits auch ein extremes Gepräge, was die Armut anging. Menschen vegetierten in Slums dahin, hausten oftmals zu mehreren Familien in einem Zimmer, litten unter extrem unhygienischen Verhältnissen und wurden nur selten satt. Dem gegenüber standen die jungen Leute der wohlhabenderen Schichten, die die Elendsviertel aufsuchten, um dort heimlich verruchten Vergnügungen nachzugehen. Übersättigt vom Reichtum und der Eleganz, in der sie aufwuchsen, suchten sie hier den Nervenkitzel.
Als Symbol für London und generell das gesamte viktorianische Zeitalter galt die Weltausstellung im Crystal Palace, die Great Exhibition im Jahr 1851, als England am Zenit seiner Macht stand. Schauplatz jenes seinerzeit einzigartigen Ereignisses, in dem Großbritannien sich selbst zelebrierte und das Aussteller aus der ganzen Welt anlockte, war der Hyde Park. Vormals ein Exerzierplatz und königlicher Jagdgrund, den Henry VIII. zum Wildpark umwandelte, öffnete Charles I. 1635 den Park allen Londonern. Es wurde ein Ort, in dem der Adel sich in Kutschen präsentierte, die Wohlhabenden morgens ausritten, die Waghalsigen sich zu heimlichen, weil verbotenen, Duellen trafen und Liebende sich zu romantischen Rendezvous trafen. Der 1828 von Decimus Burton entworfene Torbogen bildet den Haupteingang.
Ende der 50er Jahre zeigten sich sanitäre Probleme in London, die 1858 im sogenannten „großen Gestank“ gipfelten. Grund dafür war, dass die Abwässer in die Themse geleitet wurden. Es gab häufige Ausbrüche von Choleraepidemien, weil auch das Trinkwasser aus der Themse bezogen wurden. Der Bau eines neuen Abwassersystems wurde notwendig und eiligst in die Wege geleitet. Die Verlegung eines unterirdischen Kanalisationssystems galt als größtes Bauprojekt des Jahrhunderts, in dessen Folge auch die Sterblichkeitsrate sank.
Bis zum Ende der viktorianischen Ära blieb Londons Dominanz als Weltmetropole unangefochten.




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